Bordunton oder Gehörschaden

Das Gehör von Berufsmusikern muss tagtäglich Höchstleistungen erbringen. Nicht selten erreicht oder überschreitet es die Grenze zur Überlastung. Heinz Waldmann, bei der Suva (Schweizerische Unfallversicherungsanstalt) zuständig für die Prävention lärmbedingter Gehörschäden von Musikern, gibt Tipps zum Schutz des Gehörs.

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Tipps für Orchestermusiker

  1. Was den Berlinern sogar bei Fernsehübertragungen recht ist, soll Schweizer Musikern billig sein: Gehörschutz.
  2. Was in Paris hilft, kann in der Schweiz nicht falsch sein: Plexischirme.
  3. Unauffällig und doch nützlich zur Entlastung: hearwig.

Tipps für Musiklehrer

  1. Lehren Sie Ihren Schülern den Umgang mit Gehörschutz.
  2. Arbeiten Sie mit gleichem Eifer an einem tragfähigen Piano wie an einem schönen Forte.

Tipps für alle Musiker

  1. Suchen Sie sich einen Gehörschutz, mit dem Sie musizieren können. Auch wenn Sie ihn nicht ständig nutzen, können Sie darauf zurückgreifen, wenn Sie in eine laute Situation geraten.
  2. Spielen Sie während mehreren Wochen immer wieder mit Gehörschutz, um sich an den veränderten Klangeindruck zu gewöhnen.

Tipps für Arbeitgeber

  1. Vermeiden Sie im Spielplan eine Häufung lauter Werke in kurzer Zeit.
  2. Lassen Sie akustisch ungenügende Räume sanieren.
    Machen Sie den Schutz des Gehörs der Mitarbeitenden zum Thema.
  3. Ein Arbeitgeber-Beitrag von 50 bis 100 Franken pro Mitarbeiter pro Jahr an Gehörschutzmittel ist angemessen.

Geeignete Gehörschutzmittel
Es gibt heute sehr viele verschiedene Gehörschutzmittel. Billige Schaumstoffpfropfen nehmen zu viel Klang weg – und damit auch die Freude an der Musik. Folgende Produkte sind für Musiker besonders interessant:
Artifit, ACS Pacato, Elacin ER 20S, Gehörschutz-Otoplastiken mit Filtern ER9 oder ER15, Etymotic MusicPro.
Lassen Sie die Schutzwirkung von individuell angefertigten Gehörschutz-Otoplastiken nachmessen, bevor Sie sie verwenden

Gute Raumakustik
In Unterrichts- und Probelokalen schaffen raumakustische Massnahmen die Grundvoraussetzungen für guten Unterricht und musikalische Glanzleistungen. Dazu braucht’s eine schallschluckende Decke.
Als Ergänzung bietet ein schallschluckender Vorhang aus Spezialstoffen an einer der Wände die Möglichkeit, den Raum an die Bedürfnisse verschiedener Nutzer anzupassen. 10 Zentimeter Luft hinter dem Vorhang sorgen für zusätzliche Wirkung – gratis.  Sänger, Cellisten oder akustische Gitarristen haben gerne etwas Nachhall – sie schieben den Vorhang zusammen. Bläser, Bratschisten und Geiger breiten den Vorhang aus und können ihren Klang so besser kontrollieren.
Für’s Schlagzeug darf es noch mehr „Schallschluck“ sein – ein spezifisch ausgestatteter Raum mit guter Schalldämmung zu den Nachbarräumen hin macht Sinn.


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